Wo ist die Schwänin vom Malchower See?

10. Dezember 2011

Heute nachmittag wurde ich von der Tierfreundin Ljuba informiert, dass sich am Ufer des Malchower Sees nur der männliche Schwan allein aufhält.

männlicher Schwan allein am Malchower See, 10. Dezember, 16.45 Uhr

Gestern bot sich mir  – wie in den vergangenen Wochen – noch das vertraute Bild: Das Schwanenpaar war stets gemeinsam oft in der Nähe des südöstlichen und östlichen Ufers unterwegs, aufmerksam jeden Besucher, der sich dem Ufer näherte und stehenblieb, registrierend und dann an der jeweiligen Uferstelle einen Futter-Obolus von den Menschen erwartend.

Schwanenpaar (rechts die Schwänin) beim Schlürfen von Haferflocken, 9. Dez., 16.50 Uhr

Die Schwänin war  seit Ende September gehandikapt, vermutlich  durch eine Gelenkverletzung am rechten Bein.  Anfangs konnte sie gar nicht stehen und laufen.  In den letzten 3-4 Wochen schien es sich zu bessern. Bei Annäherung von Menschen an das Ufer kam sie oft als Erste angeschwommen und stellte sich auch zeitweise im Wasser auf,  meist die Belastung auf das gesunde linke Bein verlagernd. Außer dieser Bewegungseinschränkung beim Stehen und Laufen waren keinerlei Krankheitssymptome erkennbar.

Nun am heutigen Nachmittag war sie verschwunden. Was ist geschehen? Ein Verlassen des Sees allein ohne ihren Schwanenpartner ist höchst unwahrscheinlich. Wurde sie durch einen Menschen oder ein Tier schwer verletzt und hat sich zum Sterben ins Schilf zurückgezogen? Oder wurde von einem Parkbesucher die Feuerwehr gerufen und das Tier zur Behandlung in die Tierklinik gebracht?

Nachfragen der Tierfreundin Ljuba bei Besuchern im Imbiss am Malchower See brachten keine Neuigkeiten.

Bei einem aufmerksamen Rundgang um den gesamten See bis zum Einbruch der Dunkelheit konnte ich keinerlei Auffälligkeiten entdecken.

Von der Berliner Feuerwehr erhielt ich auf die Nachfrage,  ob es am heutigen Tag am Malchower See einen Einsatz zur Rettung eines Tieres gegeben habe, die Auskunft, dass dies nicht der Fall gewesen sei.

Die Tierfreunde vom Malchower See hoffen, dass sich die Dinge noch zum Guten wenden und die Schwänin wieder auftaucht bzw. das Schicksal der Schwänin aufgeklärt werden kann.

Anmerkung:

Bei einem ähnlichen Fall des plötzlichen Verschwindens einer Schwänin am Malchower See – Mitte August 2010 – mußten wir leider erfahren,  dass das Tier von menschlicher Hand brutal getötet wurde. Trotz zahlreicher Nachfragen bei Besuchern und Anwohnern und Recherchen der Polizei, die nach einer Strafanzeige aktiv wurde und einen Zeugenaufruf verbreitete,  konnten die Täter nicht ermittelt werden.

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Malchower Schwäne am Ufer auf Nahrungssuche

22. September 2011

Einige Fotoimpressionen von meinem heutigen Besuch bei den Schwänen am Malchower See:

Schwänin

männlicher Schwan

Malchower Schwanenpaar ist zurückgekehrt

21. September 2011

Welch´eine Freude! Das Schwanenpaar vom Malchower See ist nach dreieinhalb Monaten an den heimischen See zurückgekehrt. Anfang Juni hatten die Schwäne, nachdem es mit dem Gelege und Nachwuchs nicht geklappt hatte, den See verlassen. In den letzten Wochen gab es Berichte, dass ein Schwanenpaar am Faulen See und auch zeitweise am Obersee gesehen wurde. Vielleicht waren dies die Malchower Schwäne, die sich den Sommer über an verschiedenen Seen aufhielten und nun zurück in Malchow sind.

Bleibt es ein Kurzbesuch oder verbringen die Schwäne nun den Herbst am Malchower See und verlassen den See erst wenn der Winter mit Eis und Schnee kommt?

Malchower Schwanenpaar, 21.9.2011, 19.10 Uhr

Als ich gegen 18.30 Uhr an den See kam war ich völlig überrascht, das Schwanenpaar wieder am See vorzufinden. Es wurde in der „Futterbucht“ ausgiebig von einer russischsprachigen Familie mit 2jähriger Tochter, die zum ersten Mal am See waren, mit Brot und Brötchen gefüttert. Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt keine Kamera dabei. Nach gut einer halben Stunde kehrte ich mit Fotoapparat zurück und das Schwanenpaar schwamm nun schläfrig und entspannt auf dem See. Das ihnen zugeworfene Gras interessierte sie zunächst gar nicht. Nur der männliche Schwan näherte sich langsam den Grasbüscheln ohne zu fressen.

männlicher Schwan

männlicher Schwan (vorne) und Schwänin (im Hintergrund)

männlicher Schwan (vorne rechts), Schwänin (im Hintergrund)


Nach einer Weile interessierte sich der männliche Schwan für das im Wasser schwimmende Gras und fraß davon.

Bei nun einbrechender Dunkelheit verließ ich gegen 19.30 Uhr den See.

Besuch bei den Schwänen an der Lieper Bucht

29. August 2011

Zuletzt war ich Ende Dezember 2010 bei Eis und Schnee an der Lieper Bucht. In der kalten Jahreszeit versammeln sich dort tagsüber zahlreiche Schwäne, da es in der Bucht länger eisfrei bleibt und manche Besucher im Winter die Wasservögel mit Nahrung unterstützen.

Nun an diesem lauen Sommerabend (23. August, 18.50 Uhr) waren am Ufer der Lieper Bucht nur 5 Schwäne sowie einige Stockenten und Bleßhühner zu finden. Die Vögel waren schon recht schläfrig.

Wasservögel an der Lieper Bucht

Blick auf die Unterhavel

Gegen 19 Uhr verließen die Schwäne das Ufer der Lieper Bucht und schwammen davon, nur die Stockenten und Bleßhühner blieben zurück.

Sonnenuntergang an der Unterhavel

Schwäne mißhandelt und getötet in Oosterhout (NL)

19. Juli 2011

Brutale Übergriffe, Mißhandlungen und Tötungen von Schwänen gibt es leider immer wieder – nicht nur in Deutschland – sondern auch in unserem Nachbarland – den Niederlanden.

Die niederländische Zeitung „De Telegraaf“ berichtet über einen Vorfall an einem Teich in Oosterhout in ihrer Online-Ausgabe vom 18. Juli unter dem Titel „Zwanen doodgemarteld in Oosterhout“.

Die Übersetzung des Artikels lautet:

Schwäne getötet in Oosterhout. In Oosterhout sind am vergangenen Wochenende 2 Schwäne nach Mißhandlungen gestorben. Die Polizei berichtete darüber am Montag (18.7.).

Die Schwäne waren Teil einer Familie von insgesamt 8 Schwänen auf einem Teich am Vliedberg. Am Freitag (15.7.) wurde der erste Schwan entdeckt mit schweren Verletzungen. Das verwundete Tier starb auf dem Weg zum Vogelauffangzentrum. Am Sonntag (17.7.) wurde wieder ein schwerverwundetes Tier gefunden. Das Tier starb am Montagmorgen an einer Halsverletzung.  Die Menschen in der Nachbarschaft haben nach Angaben der Polizei geschockt reagiert.

Die niederländische Polizei (Region Mittel und West Brabant) berichtet auf ihrer Webseite unter der Überschrift „2 Schwäne gestorben nach Mißhandlungen in Oosterhout“ über den Vorfall und sucht nach Zeugen.

Es handelte sich demnach um eine Schwanenfamilie mit 6 Jungen. 1 mißhandelter und verletzter Jungschwan wurde am 15.7. noch mit der Tierambulanz zu einem Vogelauffangzentrum gebracht, verstarb aber bei der Ankunft.  Am Sonntag (17.7.) wurde der Vater Schwan schwer verwundet aufgefunden. Trotz aller Bemühungen im Vogelauffangzentrum verstarb er am Montagmorgen (18.7.) an seinen Verletzungen.

Weißenseer Schwäne am abend- lichen Lieblingsplatz

5. Juli 2011

Nach einigen Tagen war ich am Dienstag abend (5. Juli) wieder am Weißen See und konnte die Schwanenfamilie zunächst nicht entdecken.

Ich fand sie dann an einem ihrer abendlichen Lieblingsplätze – direkt linksseits vom Strandbad Weißensee, nicht weit entfernt vom Nest, das nach wie vor als nächtlicher Schlafplatz dient.

Diese Stelle direkt neben dem Zaun des Strandbades  ist vom Wasser und vom Land her relativ gut geschützt und bietet ausreichend „Grünzeug“ zum Fressen im Wasser und an Land und einen Platz an Land zum Ausruhen.

Während 3 der jungen Schwäne noch Grünpflanzen aus dem Wasser „fischten“ ruhten sich die anderen 4 und die Schwaneneltern an Land aus.

Ein friedliches Bild,  das dann aber plötzlich gestört wurde. Ein Mann mit Frau und Kind entdeckte den männlichen Schwan zwischen den Büschen und lief direkt zu ihm mit einer vollen Plastiktüte Toastbrot.  Der Schwan kam neugierig angelaufen in Richtung des Fußweges. Ich bat den Mann höflich, bitte nicht zu füttern, erklärte ganz kurz die negativen Folgen und wurde sofort beschimpft. Dieser Mann war keinem Argument zugänglich und setzte seine Beschimpfungen („grünes A…“ etc.) und Androhungen von körperlicher Gewalt fort.  Die „Fütterung“ konnte er nicht fortsetzen, da ich zwischen ihm und den Schwänen stand.

Letztendlich verließ er mit Frau und Kind nach einer Weile unter Beschimpfungen den Bereich, nicht ohne zu verkünden, dass er weiter füttern werde.

Schwäne am Weißen See beim abendlichen Gefiederputz

14. Juni 2011

Bei meinen abendlichen Besuchen (zwischen 19.15  und 19.30 Uhr) am Weißen See am Sonntag (12. Juni) und Dienstag (14. Juni) fand ich die Schwanenfamilie jedes Mal an einem ihrer Lieblingsplätze an Land neben der Aussichtsplattform beim „Milchhäuschen“ vor.

Schwanenfamilie an Land neben der Aussichtsplattform, 14. Juni

Die Schwaneneltern putzen sich ausgiebig,  bei der Schwänin hat anscheinend schon die Mauser begonnen, während die Küken schliefen bzw. sich auch im Putzen übten.

Schwänin und Küken, 12. Juni

Schwänin und Küken, 12. Juni

Schwanenküken, 14. Juni

Der Schwanenvater unterbrach gelegentlich den Gefiederputz, um wachsam nach potentiellen Gefahren Ausschau zu halten.

männlicher Schwan, 12. Juni

männlicher Schwan, 12. Juni

Nur am Dienstagabend ließen sich der Vater-Schwan und dann auch die Schwänin von  „Zweibeinern“ dazu verleiten, ihren Platz zu verlassen und die Küken blieben schlafend allein an Land zurück. Toastbrot-„Futter“, welches von der Aussichtsplattform für die Enten ins Wasser geworfen wurde, machte die Schwäne neugierig und lockte sie an.

Aussichtsplattform, 14. Juni

Kurze Zeit später wurden die Küken von der Schwänin abgeholt und sie schwammen auch zur „Fütterungsstelle“.

Weißenseer Siebenlinge sind eine Woche alt

31. Mai 2011

Heute abend erhielt ich den vorläufig letzten Gastbeitrag von Herbert Schwenk:

Nach einer Woche Fotobegleitung: Vorläufiger Abschied von der Schwanenfamilie

Ich war am siebenten Tag zweimal kurz am See, gegen 10 Uhr und kurz vor dem Gewitter gegen 17 Uhr.

Heute beendeten die Siebenlinge ihre erste Lebenswoche. Sie erlebten noch einmal einen Vorgeschmack auf dem kommmenden schönen Sommer – aber auch am Abend einen Wetterwechsel mit einem eher mäßigen Gewitter. Schon am Morgen begann wieder ein volles Programm. Immer neue Winkel des Weißen Sees wurden erkundet.

Kein Winkel bleibt unerforscht

Es folgten Vorführungen im Gründeln

Üben und nochmals üben

ebenso wie Schwimm-, Tauch- und Marschübungen aller Art.

Wellen sind kein Hindernis

Klare Marschordnung

Am Abend verabschiedete ich mich nach der einwöchigen Fotobegleitung erst mal von der Großfamilie mit ihren sieben munteren Kleinen  –

Langsam geht der Tag zu Ende

und einer schien mir sogar ein Bye-bye zuzuwinken.

Bye bye, Kleiner

Na dann bis bald!

Fotos und Text: Herbert Schwenk

Schwanenfamilie auf der A5 bei Freiburg i. Br. unterwegs – Stau

31. Mai 2011

Bereits zum zweiten Mal spazierte ein Schwanenpärchen mit seinen 4 Küken auf der Autobahn 5 herum.

Auf der Höhe der Anschlussstelle Teningen der A5 in Richtung Norden marschierte die Schwanenfamilie  am 28. Mai  gegen 9.30 Uhr in Reih und Glied auf dem Grünstreifen an der Autobahn neben den vorbeirasenden Autos entlang.

Polizisten gelang es schließlich, die Schwäne einzufangen.  Sie wurden am angrenzenden Baggersee samt der Jungen wieder freigelassen.

Für die Dauer der Fangaktion mussten die Autobahn und die Anschlussstelle in Richtung Norden kurzzeitig vollständig gesperrt werden. Die Folge war ein Stau von bis zu fünf Kilometer Länge.

Die „Badische Zeitung“ berichtete am 25. Mai („Schwanenfamilie auf Autobahn“) und am 29. Mai („Schwäne erneut auf der A5 unterwegs – Stau“) über die riskanten Ausflüge der sechsköpfigen Schwanenfamilie.

Abends am Wandlitzsee

30. Mai 2011

Sonnenuntergang am Wandlitzsee, 30.5., 21:04

Schwanenpaar beim Gefiederputz, 30.5., 21:50 Uhr

Nach Mitteilung von Anwohnern gibt es mindestens 2 Schwanenpaare auf dem Wandlitzsee. In diesem Jahr wurde noch kein Schwanenpaar mit Küken gesehen.